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Presseinformation - Wien, 25. Juli 2011

IVS Wien fordert inklusiven Aktionsplan für den Sozialraum Wien

Wien hat aus Sicht der IVS Wien gute Voraussetzungen, sich europaweit zu einer Modellregion für die Inklusion von Menschen mit Behinderung im Sinne der UN-Konvention zu entwickeln. Was fehlt, ist eine eindeutige Willenserklärung der verantwortlichen Wiener PolitikerInnen zur Entwicklung einer Strategie und konkreter Ziele in Bezug auf die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung in Wien. Obwohl die Bundesregierung die Konvention unterschrieben hat, sind die Länder als Leistungserbringer zuständig und auch für die Umsetzung der UN-Konvention verantwortlich.

"Mit einem klaren politischen Auftrag der Stadt Wien könnten alle Beteiligten unverzüglich mit der Arbeit zur Umsetzung der UN-Konvention beginnen", meint Robert Mittermair, der Sprecher der IVS Wien. "Wir sind sofort bereit, gemeinsam mit VertreterInnen der Menschen mit Behinderung, der Stadt Wien und dem Fonds Soziales Wien ein strategisches Zukunftsbild und eine offensive Umsetzungsstrategie zur UN-Konvention zu erarbeiten." Als inhaltliche Leitlinien könnten die aktuellen Stellungnahmen des österreichischen Monitoringausschusses zur Beschäftigungstherapie und zur persönlichen Assistenz dienen.

Sehr positiv sieht die IVS Wien in diesem Zusammenhang, dass Wien sich entschlossen hat, auf Landesebene einen eigenen Monitoringausschuss einzurichten, dessen Aufgabe es sein wird, die Umsetzung der UN-Konvention in Wien zu überwachen.

"Viele Rahmenbedingungen zur Umsetzung der UN-Konvention sind in Wien vorhanden. Wir hoffen, dass die verantwortlichen Wiener PolitikerInnen den notwendigen Gestaltungswillen zur Weiterentwicklung der Angebote für Menschen mit Behinderung aufbringen. Das Verwalten bestehender Angebote ist im Zeichen der UN-Konvention sicher zu wenig. Es wäre schade, wenn die Stadt Wien die Chance, gemeinsam mit allen Betroffenen eine inklusive Modellregion in Europa zu entwickeln, nicht ergreifen würde", meint Robert Mittermair.

Die IVS Wien – Interessensvertretung sozialer Dienstleistungsunternehmen für Menschen mit Behinderung wurde im Mai 2011 gegründet und ist ein Zusammenschluss von 16 privaten und politisch unabhängigen sozialen Dienstleistungsunternehmen, die als Vertragspartner der Stadt Wien Unterstützungsleistungen für über 3.900 Menschen mit intellektuellen, psychischen und körperlichen Beeinträchtigungen erbringen. Ziel der IVS Wien ist die Weiterentwicklung der Unterstützungsangebote im Sinn der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung. Dabei geht es vor allem um eine stärkere Orientierung der Leistungen an den individuellen Bedürfnissen, mehr
Wahlfreiheit bei der Auswahl der Angebote und um die nachhaltige Inklusion von Menschen mit Behinderung im Sozialraum Wien.

Die Mitgliederorganisationen der IVS Wien sind: Assist GmbH, Auftakt GmbH, BALANCE, Bandgesellschaft, Caritas Wien, GIN, HABIT GmbH, Humanisierte Arbeitsplätze, ITA GmbH, KoMIT GmbH, Lebenshilfe Wien, LOK, ÖHTB, ÖVSE – SHT, Rainmans Home und die Sozialtherapeutische Lebens-und Arbeitsgemeinschaft.

Nähere Informationen zur IVS Wien finden Sie unter www.ivs-wien.at.

Presserückfragen-Hinweis:

IVS Wien
Robert Mittermair, Vorstandssprecher
Tel.: +43 1 890 45 37, Mobil: +43-664 60 141 410, E-Mail: pr@ivs-wien.at

comm:unications – Agentur für PR, Events & Marketing
Sabine Pöhacker und Isabella Schiefer, BA (Hons)
Tel.: +43 1 315 14 11-0, E-Mail: isabella.schiefer@communications.co.at

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